Überblick gesetzliche, private Krankenversicherung – Warum vergleichen?

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Privat versichert und gesetzlich Krankenversichert, diese Frage stellen sich jedes Jahr viele Versicherte. Allerdings besteht diese Wahlfreiheit nur für Angestellt, die oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze von 45.600€ verdienen. Jeder Angestellte, der unterhalb dieser Grenze liegt ist automatisch pflichtversichert und hat keine Wahlfreiheit.

PKV wirklich immer günstiger?

Aber welche Vorteile hat eine private Krankenversicherung (PKV) gegenüber der gesetzlichen Variante? Häufig werden dabei die günstigeren Beiträge genannt. Dies ist nur bedingt richtig, denn wer keine Kinder hat, der zahlt tatsächlich einen geringeren Beitrag als ein gesetzlicher Versicherter mit gleichem Einkommen. Werden dann später Kinder geboren, dann sind diese ebenfalls über die PKV zu versichern. Der Beitragssatz steigt. Innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung wären die Kinder jetzt in der Familienversicherung abgedeckt.
Darüber hinaus hat jeder, der in der PKV versichert ist, auch für eine Krankentagegeldversicherung zu sorgen, die im Fall, dass eine Erkrankung länger als sechs Wochen andauert, die Lohnfortzahlung übernimmt. Allerdings sollte in diesem Zusammenhang erwähnt werden, dass die Mehrzahl der freiwillig gesetzlich Krankenversicherten versäumt hat die Lücke zwischen der Lohnfortzahlung durch die Krankenkasse und ihrem tatsächlichen Netto-Gehalt, dass in der Regel deutlich höher liegt, zu versichern.

Die Beiträge im Alter – beide Versicherungsmodelle steigen weiter

Häufig wird auch argumentiert, dass die Beiträge in der PKV im Alter deutlich ansteigen würden. Auch hier sollte erwähnt werden, dass die Beiträge für diejenigen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, ebenfalls in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Denn wer oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient, dem stehen in der Regel immer doppelte Beitragserhöhungen ins Haus, einmal durch die Erhöhung des Pflichtsatzes und zum zweiten dadurch, dass die Bemessungsgrenze ebenfalls jährlich angepasst wird. Wer also auf in erster Linie auf den Beitrag schaut, der wird hier im Vergleich in vielen Konstellationen bei der PKV deutlich günstiger abschneiden.

Leistungsumfang in der PKV ist in vielen Fällen besser

Der Leistungsumfang in der PKV kann sich in vielen Punkten unterscheiden. So bieten viele Versicherungen auch Vorsorgemodelle ohne dass diese unter den Selbstbehalt fallen. Auch sind im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung die kieferorthopädischen Leistungen in der Regel deutlich besser.
Abschließend kann gesagt werden, dass für jede Art der Versicherung Vor- oder Nachteile bestehen. Die Wahl ist daher in erster Linie vom persönlichen Wunsch jedes Einzelnen abhängig.

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